Über mich

 

Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen und ein bisschen was über mich erzählen …

Mein Name ist Edin Hercegovac. Ich wurde am 14. Juli 1974 in Brcko, Bosnien Hercegovina im ehemaligen Jugoslawien geboren und lebte dort zusammen mit meinen Eltern und 3 jüngeren Geschwistern, bis dann, Anfang der 90er der Balkankrieg ausbrach.

Durch die Alkoholsucht meines Vaters, war meine Kindheit durch stätige Angst, Gewalt und Demütigungen geprägt, wodurch ich schwere Traumatisierungen durchleben musste! Auch das nötige Geld war nicht vorhanden, um die Bedürfnisse zu decken, welche man als Kind so hatte. Schamgefühle, weil man z.B. die ausgelatschten Schuhe des Großvaters zum Sportunterricht tragen musste, die zudem auch noch einige Nummern zu groß waren, waren meine alltäglichen Begleiter.

Aus Angst, dass mich die Armee mit meinen 16 Jahren einziehen könnte, beschloss mein Vater dann im Januar 1992, mich, zusammen mit meiner Tante und deren Kinder in einen Bus nach Deutschland zu setzen, um davor zu flüchten. Angekommen in St. Blasien im Schwarzwald, lebte ich die ersten Monate bei meiner Tante und bewarb mich in einer Pizzeria als Tellerwäscher. Dort bekam ich dann auch ein Zimmer, das ich bewohnen durfte. Bald darauf, konnte ich in einem nahe gelegenen Tanzlokal kellnern, was mir als junger Kerl natürlich sehr viel Spaß machte. Dort bekam ich dann das erste Mal das Gefühl von Anerkennung und Zugehörigkeit! In dieser Zeit lernte ich auch meine heutige Frau kennen.

Um mehr Geld zu verdienen und natürlich voran zu kommen, fing ich 1994 dann als Maschinenbediener bei einer großen Kunststoffverarbeitungsfirma in Bernau an, wo meine Leistungsbereitschaft schnell erkannt wurde und ich die Möglichkeit bekam, erst als Hilfsschichtführer und dann sogar als Schichtführer tätig zu werden. Begleitend, begann ich dort meine Ausbildung als Kunststoffformgeber, welche ich dann auch erfolgreich abschließen konnte.

Nach Beendigung meiner Ausbildung, arbeitete ich, weitere 4, von insgesamt 10 Jahren Betriebszugehörigkeit, in der gleichen Firma. In dieser Zeit heiratete ich und wurde dann im Januar 2000 stolzer Vater eines Sohnes.

2003 wurde der Betrieb dann geschlossen, da die Produktion in die Schweiz verlagert werden sollte. Vorerst kam ich in einem zugehörigen Werk in St. Blasien unter, das dann kurze Zeit später auch verlagert wurde. Da ich zwischenzeitlich dann im Jahr 2000 schon mit meiner Familie nach Freiburg umgezogen war und kurzdrauf meine Tochter auf die Welt kam, hatte ich das Angebot der Firma, ein Werk bei Basel zu leiten nicht angenommen. Die Entfernung schien mir einfach zu groß. 2001 konnte ich als Schichtleiter bei einer Kunststoffverarbeitungsfirma in Freiburg anfangen, wo ich dann kurze Zeit später die Leitung der Produktion übernahm und bis heute leite.

 

2007 dann, eigentlich am damaligen Höhepunkt meiner Karriere kam dann ein Einbruch, eigentlich gerade dann, als es mir eigentlich gut gehen sollte. Ich bekam körperliche Symptome wie heftige Schwindelattacken, Angstzustände und Panikattacken. Aus Angst, ernsthaft krank zu sein, begann ein Marathonlauf von Arzt zu Arzt. Ich suchte nach Ursachen, doch kein Arzt konnte irgendeine Krankheit diagnostizieren, im Gegenteil – körperlich war ich topfit und kerngesund. Alle meine Werte waren hervorragend. Bis dann mein Hausarzt eine psychische Erkrankung vermutete und mich an einen Verhaltenstherapeuten verwies. Es stellte sich heraus, dass die Erlebnisse aus meiner Kindheit, mich so dermaßen traumatisiert hatten, dass ich nun im Erwachsenenalter psychische Leiden bekam. Die Symptome wurden immer schlimmer und schlimmer, ich schirmte mich immer mehr und mehr von der Außenwelt ab.

Es folgten insgesamt 8 Jahre des Leidens und der Isolation. Teilweise konnte ich die Symptome durch viele Verhaltenstherapien bekämpfen und somit wieder ins Leben zurückfinden. Auch der Sport und meine Leidenschaft zu Laufen halfen mir über diese Jahre hinweg – ich „rannte“ wortwörtlich vor meinen Ängsten davon, wenigstens für den Moment. Doch auch, wenn ich wieder zurück im Leben war, ich spürte, die Ursache ist nicht besiegt, ich habe nur die einzelnen Kämpfe gewonnen!

Weil mich der Sport an besonders schlimmen Tagen immer wieder aus dem Loch geholt hatte, begann ich mich für weitere Sportarten zu interessieren. Als Kind betrieb ich in Bosnien eine Zeitlang Kampfsport und konnte mir damals den braunen Gürtel in Karate erkämpfen. Ich wusste, dass Kampfsport das Selbstbewusstsein stärkt, was ich dringend nötig hatte und entschied mich, mich in einer, mir von Arbeitskollegen angepriesenen Kickboxschule , anzumelden. Als ich dann das erste Mal zum Training kam, das war im Oktober 2016, zitterten meine Beine wie Espenlaub. Das taten sie durch meine Krankheit, immer in neuen Situationen, die ich nicht einschätzen konnte – Pure Unsicherheit!

Es stellte sich schnell heraus, dass das die richtige Entscheidung war. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und konnte sehr viel von meinem Meister Karl Jawhari, lernen, den ich hier unbedingt namentlich erwähnen möchte, um ihm meine Dankbarkeit für alles, was er für mich getan hat und immer an mich geglaubt hat, zu erweisen. Er sah großes Potential in mir und begann mich zu fördern.

2017 machte ich den Trainerschein und danach gleich den schwarzen Gürtel und eine Kampfrichterausbildung. Bis heute habe ich eine Trainerposition und die überwältigende Anerkennung meiner Schüler.

Ebenfalls konnte ich 2017 dann mein gelerntes Können bei meiner ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft zeigen, bei welcher ich meinen ersten Titel als Deutscher Meister erkämpfen konnte und im selben Jahr dann, bei einer Europameisterschaft, den Titel als Vize Europameister erkämpfen!

Im Januar 2017 lernte ich beim Spaziergang mit meiner Hündin, dann Michael kennen. Wir unterhielten uns nett und er erzählte mir von seiner Methode, der MB (Michael Begelspacher) -Methode, unter dem Motto: „Für eine glückliche Kindheit, ist es nie zu spät!“ Aus Neugier machte ich den ersten Behandlungs- bzw. Gesprächstermin mit ihm aus und es folgten weitere. Ich bemerkte, dass ich angekommen war, angekommen bei der Ursache – Meiner Kindheit. Michael half mir, mich hinein zu fühlen und diese Gefühle auch zuzulassen und sie nicht zu verdrängen, oder sie zu erkämpfen. Ich war so davon angetan, dass ich vorerst einen Wochenendworkshop bei ihm belegte und zum heutigen Zeitpunkt lasse ich mich aufgrund meiner absoluten Überzeugung von dieser Methode, ausbilden!

Durch mein Interesse am Sport, habe ich auch angefangen, mich mit richtiger Ernährung auseinanderzusetzen und habe dann im März 2019, einen Kurs für Ernährungsberatung erfolgreich absolviert! Mein Antrieb ist es Menschen zu helfen, die vielleicht ähnliches erlebt haben, oder erleben müssen und wie ich, lange nach Heilung gesucht haben oder immer noch suchen. Mein Weg war nicht einfach. Ich habe wortwörtlich als Tellerwäscher begonnen und stehen nun hier – Stark und Selbstbewusst und genau dorthin möchte ich auch dich bringen – mit einem psychischen, sportlichen Coaching – für mich die perfekte Symbiose für psychische und körperliche Gesundheit!

Euer Edin